KI in der Industrie – funktioniert das wirklich?
Künstliche Intelligenz in der Industrie ist längst kein Thema mehr nur für Konferenzen, Präsentationen und futuristische Visionen. Immer häufiger stellt sich eine ganz konkrete Frage: Funktioniert KI in realen Produktionsprozessen – dort, wo Termine, Kosten und die Verantwortung für Entscheidungen zählen?
Mit genau dieser Frage sind wir zum MIT Universe AI Summit nach Warschau gefahren – nicht auf der Suche nach Inspiration, sondern nach Antworten.
Während der Veranstaltung haben wir gemeinsam mit Christian Ulstrup (GSD at Work LLC) einen Live-Test mit KI durchgeführt.
Ohne vorbereitete Daten, ohne festgelegtes Szenario und vor einem Live-Publikum haben wir einen realen Prozess aus Mikrostyk – den Angebotsprozess (RFQ) – genommen und ihn mithilfe von KI in Echtzeit nachgebildet.
Fallstudie: von 8 Tagen auf 8 Minuten
Bedeutet das, dass KI Ingenieure ersetzen wird?
Die wichtigste Erkenntnis: Bei KI geht es nicht mehr um das „Ob“, sondern um das „Wie“
Was wir gesehen haben, verändert die Perspektive. KI ist nicht mehr das spannendste Element.
Die größte Herausforderung ist ihre Implementierung.
Einige Unternehmen sprechen noch über KI, während andere bereits beginnen, darauf echte Wettbewerbsvorteile aufzubauen – und der Unterschied zwischen ihnen wird nicht mehr in Prozenten, sondern in Zeit gemessen.
Was bedeutet das für Produktionsunternehmen?
Schritt für Schritt – oder meilenweit zurück
Das größte Risiko heute ist nicht die Einführung von KI, sondern sie zu ignorieren. Und selbst wenn heute noch die Aufsicht von Experten, Validierung und nicht perfekte Werkzeuge erforderlich sind, ist die Richtung eindeutig: Prozesse, die heute Tage dauern, werden morgen Minuten dauern.
Deshalb fragen wir nicht mehr, ob KI funktioniert, sondern:
wie schnell wir beginnen können, sie in der Praxis einzusetzen.
Der MIT Universe AI Summit hat keine eine klare Antwort geliefert, aber etwas viel Wertvolleres – reale Tests, reale Daten, reale Erkenntnisse.
KI in der Industrie funktioniert. Aber nur dann, wenn wir aufhören, sie als Kuriosität zu betrachten, und anfangen, sie als Werkzeug zu nutzen.